Eine Person war auf das Cello gefallen. Das Instrument erlitt einen großen Decken- und Stimmriss, sowie einen Bassbalkenriss. Die obere Diskant F-Klappe wurde stark eingedrückt und ein zerfaserter Bruch entstand, der mit Gipszulagen repariert wurde. In diesem Abschnitt wird nur das Einpassen des Stimmfutters dokumentiert.
Deckenstimmriss beim Cello
Der Stimmriss verläuft direkt über der Stimme (siehe Bild "O" ). Häufig tritt ein Stimmriss bei schlecht passendem Stimmstock auch direkt neben der Stimme auf.
Bevor das Stimmfutter eingepasst werden kann, müssen sämtliche Risse (mithilfe von Gipszulagen) geleimt sein.
Eine etwa hühnereigroße Mulde wird bei diesem Cello - Stimmriss ( pflaumengroße Mulde bei einem Stimmriss der Violine) soweit ausgearbeitet, bis die Deckenstärke etwa 0,6mm beträgt.
Das Stimmfutter wird exakt in die ausgearbeitete Mulde eingepasst. Mit Kreide kann die Passgenauigkeit überprüft werden. Nach dem Einleimen wird das überstehende Holz des Stimmfutters bis auf die ursprüngliche Deckenstärke abgetragen
Dieser Stimmriss ist durch einen schlecht eingepassten Stimmstock entstanden. Der Riss befindet sich unmittelbar neben der Stimme (siehe "O" ).
Abdruck des Stimmstocks
Unsachgemäßes Stellen des Stimmstocks beschädigt das empfindliche Holz an der Deckeninnenseite. Wenn der Stimmstock nicht exakt passt, kann es, wie bei dieser Geige geschehen, zu einem Stimmriss führen.